Europäische Verteidigungsunion: Im Namen der Bevölkerung?

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Wir brauchen eine europäische Sicherheits- und Verteidigungsunion – und die Bürger wollen sie. Dieses Narrativ begleitete die jüngsten deutsch-französischen Initiativen für eine engere europäischen Sicherheitszusammenarbeit. Doch was wollen die Bürger wirklich?

Dieser Frage geht das Policy Paper von Nicole Koenig nach, indem es deutsche und französische Umfrageergebnisse auswertet und einordnet. Die Analyse zeigt, dass sich Deutsche und Franzosen in ihrer Bedrohungswahrnehmung seit 2014 angenähert haben. Gleichzeitig ist die Unterstützung einer engeren Sicherheitszusammenarbeit im Rahmen sowohl der EU als auch der NATO seitdem gestiegen. Die Zustimmung zu höheren Verteidigungsausgaben ist im gleichen Zeitraum ebenfalls gestiegen. Deutsch-französische Unterschiede bestehen jedoch weiter bei der Frage, ob und unter welchen Umständen der Einsatz militärischer Gewalt als sinnvoll und legitim erachtet wird.

Bei der Umsetzung der europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion sollten die Entscheidungsträger deren Implikationen besser erklären und sich untereinander kontinuierlich über die strategischen Ziele austauschen.