Henrik Endelein: SPD muss zeigen dass sie eine Europapartei ist

Am Sonntag, den 21. Januar 2018, fand der außerordentliche Parteitag der SPD in Bonn statt. Im Zentrum der Debatte stand dabei die Frage, ob die Partei Koalitionsverhandlungen mit der Union aufnehmen sollte. In einem Gastbeitrag für Spiegel Online plädiert Prof. Henrik Enderlein, Direktor des Jacques Delors Instituts – Berlin, für eine weitere große Koalition, um das jetzt bestehende Zeitfenster zur Reform der Europäischen Union zu nutzen: „Scheitert die GroKo, dann scheitert zwar nicht Europa, aber der dringend nötige Neustart der Europäischen Union. Deutschland wäre europapolitisch mundtot“.

Wenn die SPD sich für eine Zusammenarbeit mit der Union entschiede, hätte sie die Chance, einige ihrer zentralen Forderungen in der Europapolitik voranzubringen. “Europa braucht einen Neustart  – mit mehr Demokratisierung, einer starken sozialen Komponente, einer Stärkung des Euros, einem Haushalt der diesen Namen verdient, einem Kampf gegen Steuerdumping, einer intelligenten Steuerung der digitalen Revolution, einer gemeinsamen Asyl- und Flüchtlingspolitik“, so Enderlein.

Den Originalbeitrag können Sie hier nachlesen.