Londons Banken planen ihren Umzug

Etwa die Hälfte der global aktiven Finanzinstitute hat ihren europäischen Hauptsitz in der Londoner City. Infolge der Unsicherheit des Brexits suchen die meisten nun jedoch auch nach weiteren Standorten in anderen europäischen Städten. Im Interview mit Euractiv erklärt Philipp Ständer, wie sich die Banken auf diese Umstrukturierung vorbereiten. „Acht der zehn größten Investmentbanken haben schon bekannt gegeben, wo künftig der europäische Hauptsitz sein soll – zu Gunsten von Frankfurt, Dublin und Paris. Teilweise wird schon nach Büroflächen gesucht. Das lässt sich nicht mehr aufhalten“, so Ständer.

„Die britische Regierung hat sich weit aus dem Fenster gelehnt, als sie sagte, dass sie vom europäischen Gesetzgeber und europäischer Regulierung unabhängig werden will. Diese Forderung ist mit einer regulatorischen Äquivalenz unvereinbar, die wiederum Voraussetzung für gegenseitigen Marktzugang wäre“. Darüber hinaus sei es auch nicht im politischen Interesse der EU, Großbritannien nach seinem Ausscheiden die gleichen Vorteile wie den eigenen Mitgliedern zu bieten. Insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen Signalwirkung der Finanzindustrie, könnte eine Abwanderung von deren Mitarbeitern negative Auswirkungen auf die Wirtschaft in Großbritannien haben.

Das gesamte Interview können Sie hier nachlesen.