Europas Superwahljahr 2015: acht Wahlen und ihre Bedeutung für die EU

 

ZUM BEITRAG: DEUTSCH

Vor zwei Monaten haben die Wahlen in Griechenland EU und Eurozone in Aufruhr versetzt. In 40 Tagen dürften die britischen Unterhauswahlen die EU im Atem halten. Dies sind nur zwei Beispiele für das europäische Superwahljahr 2015, in dem es in sieben weiteren EU-Mitgliedsstaaten an die Urnen geht.

Wie könnten sich die Machtverhältnisse in den Ländern verschieben und welche Bedeutung ergibt sich für die EU und die Stabilisierungsbemühungen in der Eurozone? Mit dieser Frage befasst sich das Policy Paper von Jörg Haas und Nicole Koenig.

Basierend auf aktuellen Umfragen und Analysen zeigt das Paper zwei Trends auf:

  1. Der Graben zwischen dem austeritätsskeptischen Süden und den Austeritätsfalken im Norden verfestigt sich. Obwohl keine einheitliche „mediterrane Rebellion“ zu erwarten ist, könnte eine Verhärtung der Lager die Stabilisierungsbemühungen in der Eurozone weiter erschweren.
  2. Euroskeptische Wahlerfolge auf nationaler Ebene verstetigen sich. Eine Regierungsbeteiligung entsprechender Parteien erscheint möglich. Sie könnte vor allem im Fall von Großbritannien weitreichende Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit der Union haben.