Publikationen

Das Jacques Delors Institut in Berlin veröffentlicht Policy Papers (kurze Studien bis ca. 10 Seiten mit Einschätzungen und Analysen), Berichte (längere Grundsatzpapiere mit starkem analytischen Fokus und eigenen Empfehlungen) und Blog Posts. Neben den eigenen Berichten und Papieren wird das Institut auch Publikationen unseres Schwesterinstituts Notre Europe – Jacques Delors Institut in Paris auf der Homepage verlinken und ggf. ins Deutsche übersetzen.

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Policy Papers

Grundlagen für erfolgreichen Einsatz Künstlicher Intelligenz

Die digitale Transformation war in den letzten Jahren gekennzeichnet durch den zunehmenden Einsatz "künstlicher Intelligenz". Eine der wichtigsten Grundlagen für den Erfolg und die Akzeptanz dieser Technologien ist Vertrauen. In diesem Übersichtspapier plädiert Paul-Jasper Dittrich für eine starke europäische regulatorische und politische Antwort, um Vertrauen in neue Technologien zu schaffen. mehr

Historisches Missverständnis: Deutsche und die Hyperinflation

Als Grund für das tiefe Misstrauen vieler Deutschen gegenüber dem derzeitigen Kurs der EZB wird oft auf die kollektive Erinnerung an die Hyperinflation der Weimarer Republik verwiesen. In unserem Policy Paper zeigen wir anhand neuer Umfragedaten, dass diese Erinnerung von einem großen Missverständnis geprägt ist. Viele Deutsche ziehen daher die falsche geldpolitischen Lehren aus ihrer eigenen Geschichte. mehr

Das unübersichtliche Geflecht EU-institutioneller Reformen

Die Wahl Ursula von der Leyens zur Präsidentin der Europäischen Kommission hat die Debatte über institutionelle Reformen wiederbelebt. In diesem Policy Paper untersucht Valentin Kreilinger die interinstitutionellen Auswirkungen einzelner Reformen. Er argumentiert, dass die EU vor allem ein kohärentes Reformpaket braucht. mehr

Wie Desinformation die Migrationsdebatte prägt

In diesem Policy Paper argumentieren Paul-Jasper Dittrich und Lucas Rasche, dass wir Desinformationen auch jenseits politischer Wahlen analysieren sollten. Am Beispiel der Diskussion um den UN Migrationspakt zeigen sie, wie rechtspopulistische Desinformation in einem Wettbewerb der Narrative versucht, die Deutungshoheit über politische Prozesse zu erlangen, um so den Kurs der Politik beeinflussen können. mehr

Policy Brief

Der Malta-Mechanismus: Neustart für die EU Migrationspolitik?

Der von Deutschland, Frankreich, Malta und Italien vorgeschlagene Mechanismus zur Anlandung und Verteilung von in Seenot geretteten Migranten bedeutet eine Abkehr von der Politik der geschlossen Häfen. In diesem Policy Brief erklärt Lucas Rasche, warum der Mechanismus dennoch keinem Neustart der EU Migrationspolitik gleichkommt. mehr

New Beginnings: Energie und Klima

Ursula von der Leyen hat sich dafür entschieden, den „European Green Deal“ zu ihrer obersten Priorität zu machen. Diese Querschnittsfrage sollte alle Dienste der Europäischen Kommission zusammenführen und den Übergang zu einer sauberen Energiezukunft beschleunigen. Dazu muss von der Leyen eine breite Koalition von EU-Regierungen, Parlamentsmitgliedern und Bürgern aufbauen. Wir argumentieren daher, dass die Europäische Kommission den „European Green Deal“ um drei sich ergänzende politische Prioritäten gliedern sollte. mehr

New Beginnings: Reform der Eurozone

Die neue Kommission sollte ihre Strategie bei der Reform der Eurozone überdenken. Anstatt immer mehr politisches Kapital auf immer kleinere technische Reformschritte zu verwenden, sollte sie sich darauf konzentrieren, einen politischen Konsens über die künftige Ausrichtung der Euro-Reform herbeizuführen. Parallel dazu sollte sie sicherstellen, dass die Eurozone auf eine nächste Krise vorbereitet ist, die möglicherweise unmittelbar vor der Tür steht. Das bedeutet erstens, dass das aktuelle Reformpaket mit einem Mini-Eurozonen-Budget über die Ziellinie gebracht werden muss, zweitens, dass die Bankenunion ordnungsgemäß funktioniert und drittens, dass eine gemeinsame fiskalische Reaktion bei einer zukünftigen Rezession vorbereitet wird. mehr

New Beginnings: Handelspolitik

Während die geopolitische Dimension der Handelspolitik an Bedeutung gewinnt und der Multilateralismus gefährdet ist, ist der öffentliche Konsens zum Freihandel geschrumpft und die Wertschöpfungsketten verkürzen sich. In diesem sich wandelnden Kontext der Globalisierung und angesichts des Zuwachses der Grünen im neuen Europäischen Parlament muss die neue Kommission, die über ausschließliche Zuständigkeit in der Handelspolitik verfügt, diese ökologischer und integrativer gestalten und gleichzeitig die Einhaltung europäischer Standards bei den Importen sichern. Dieser Wandel erfordert eine breite Palette an ökologischen und sozialen Maßnahmen sowie gezielte Initiativen zur Stärkung des Multilateralismus. mehr

New Beginnings: EU Außen- und Sicherheitspolitik

Die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten sollten ihre Kräfte bündeln, um die Schere zwischen den Fähigkeiten und den Erwartungen zu schließen, die sich angesichts interner und externer Streitigkeiten immer weiter öffnet. Dies bedeutet zunächst, mit dem richtigen institutionellen Rahmen zu beginnen, insbesondere mit einem Europäischen Sicherheitsrat, der die strategische Ausrichtung vorgibt, und einer GD Verteidigung der Kommission, die die industrielle Konsolidierung im Verteidigungssektor vorantreibt. Zweitens sollte die EU die Europäische Verteidigungsunion auf die nächste Ebene heben, indem sie die divergierenden Rüstungsexport-Politiken der Mitgliedstaaten angeht, den operativen Arm dieser Union stärkt und die praktische Zusammenarbeit mit der NATO vertieft. Drittens sollte die EU ihrer Außenpolitik neuen Schwung verleihen. mehr

Policy Position

Wie weiter mit dem EU-Finanzrahmen?

Lucas Guttenberg erklärt in seiner Stellungnahme für den Europaausschuss des Bundestages, wie die EU in Zukunft finanziell ausgestattet werden sollte, wie es um den deutschen Beitrag steht und warum man Zahlen mit Vorsicht genießen muss. mehr

Die EU braucht ein Bündnis zur Seenotrettung

Am Montag den 23.07. haben sich die Innen- und Außenminister aus 8 EU Mitgliedsstaaten auf einen „stabilen Mechanismus“ für im Mittelmeer gerettete Migranten geeinigt. Warum einige Mitgliedsstaaten bei der Umverteilung von Asylsuchenden voran gehen sollten und wie das von Außenminister Heiko Maas geforderte „Bündnis der Hilfsbereiten“ aussehen könnte, schreibt Lucas Rasche. mehr

EU-Parlament: Nur Nein sagen ist keine Option

In einem Gastbeitrag bei Zeit Online argumentiert unser stellvertretender Direktor Lucas Guttenberg, dass das Europäische Parlament Ursula von der Leyen auf eine inhaltliche Agenda verpflichten sollte. Eine einfache Blockade helfe niemandem – am wenigsten Europa.  mehr

München: Fazit in vier Punkten

Letzte Woche war Nicole Koenig bei der 55. Münchner Sicherheitskonferenz. In dieser Policy Position fasst sie ihre vier wichtigsten Schlussfolgerungen zur EU, den transatlantischen Beziehungen, dem Wettbewerb der Großmächte und neuen Sicherheitsherausforderungen zusammen. Diese führen zu einer Reihe von unbeantworteten Fragen, die man im kommenden Jahr im Auge behalten sollte. mehr

Aachener Vertrag: Erkenntnisse auf den zweiten Blick

Der Aachener Vertrag ist symbolisch wichtig, aber gibt es einen echten praktischen Mehrwert? Wir brauchen pragmatische Ansätze, die das Tandem über Divergenzen hinweg und zu ambitionierteren Politikzielen führen. Diese Policy Position zeigt für drei Kernbereiche auf, was das bedeuten würde: Sicherheitspolitik, Künstliche Intelligenz und die parlamentarische Zusammenarbeit. mehr