Auswirkungen des Brexit auf den EU-Agrarhaushalt

Das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union stellt auch deren Haushalt vor neue Herausforderungen. In diesem Zusammenhang berichtet die französische Tageszeitung Libération über die Auswirkungen des Brexits auf den Agrarhaushalt.  Neben eines historischen Rückschau auf die Entwicklung der Agrarausgaben innerhalb des EU berichtet sie über Pläne der Kommission für eine weitere Neugestaltung ab 2020. In diesem Kontext wird ein Policy Paper von Jörg Haas und Eulalia Rubio zur Zukunft des EU Haushalts zitiert:

„Im Bereich der Gemeinsamen Agrarpolitik wären die Auswirkungen höherer Beiträge auf weniger Länder verteilt (siehe Abbildung 8). Alleine der Nettobeitrag Deutschlands an die GAP würde um rund 1,2 Milliarden Euro ansteigen. Allgemeiner ausgedrückt wären in diesem Bereich jene Länder am meisten vom Brexit betroffen, die einer Reform des GAP-Finanzierungsmodells wohl bereits jetzt offener gegenüberstehen. Die einzige Ausnahme und mögliche Überraschung ist Frankreich – traditionell ein starker Verfechter der GAP, aber heute ein Nettozahler, der nach dem Brexit sogar noch mehr zahlen müsste.“

Den französischen Originalbeitrag können Sie hier nachlesen.